Ernährungstherapie

Die Ernährungstherapie ist für uns das Zentralste. "Du bist, was Du isst!"
Gesunde Ernährung = gesunde Nahrung x gesunde Verdauung. Der Mensch lebt nicht von dem, was er isst, sondern von dem, was er verdaut. D.h. auch bei noch so gesunder Nahrung wird das Ergebnis Null oder gar negativ sein, wenn die Verdauung Null oder Negativ ist. Bei Resorbtionsproblemen ist immer die Mitte geschwächt. Sobald die Mitte geschwächt ist, kommt der ganze Körper aus der Balance.

im Folgenden einige Beispiele für mögliche Ursachen, Symptomen und was man am Besten vermeiden oder bevorzugen soll

Ursachen:

  • angeborene Qi-Schwäche
  • Ueberarbeitung, Ueberanstrengung
  • Ernährung aus überwiegend denaturierten Nahrungsmittel, Tiefkühlkost, Mikrowelle
  • Konservenkost, Zucker und Süssigkeiten
  • Zu hoher Konsum von Kohlenhydraten, Vollkornprudukte,
  • Zuviel Milchprodukten, Süssigkeiten, Vollgetreiden, Obstsäften
  • Zuviel Grübeln und Denken
  • Essen vor dem zu Bett gehen
  • Zuviel tierisches Eiweiss in Kombination mit Zucker oder Kombination von fetten und süssen Speisen (z.B. Schokolade, Pralinen, Nüssen, Rhumkugeln, Tiramisu, Wurst, Cordonbleu, Pizza, panierter Camembert,
  • Süsslicher Alkohol, z.B. Eierliquör, Baylies, Cocktails

Symptome:

  • Allgemeine Erschöpfung
  • Müdigkeit, vor allem nach dem Essen
  • Trägheit, Schweregefühle, Völlegefühle, Blähungsneigung,
  • Weiches Gewebe
  • Konzentrationsschwäche
  • Schwäche der Gliedmassen
  • Nahrungsmittelallergien
  • Uebelkeit
  • Verminderung an Lebensfreude
  • Antriebslosigkeit
  • Spontane Schweissausbrüche
  • Erkältungsanfälligkeit
  • Kurzatmung
  • Verschlimmerung der allg. Symptomen durch Bewegung
  • Blässe, gelblich matte Gesichtsfarbe
  • Schwindel beim Aufstehen
  • Weisser Ausfluss
  • Cellulitis
  • Wasseransammlung
  • Breiiger Stuhl oder feuchte Verstopfung

Vermeiden:

  • Ursachen beseitigen
  • Nicht zu viel Vollkorn
  • Nicht zu viel Rohkost - oder keine am Besten
  • Bitteres Zeug (Kaffee, Schwarztee, Grüntee), zu kaltes Zeug (direkt aus Kühlschrank)
  • Yoghurt, Sahne, Müsli mit Yoghurt, Fruchtsäfte, Orangensaft,
  • Milchprodukte im Allg.
  • Kohlenhydrate, va. am Abend
  • Süssigkeiten,
  • Frittiertes, öliges, fettiges
  • Coca Cola, Eistee, Fanta, etc.
  • Scharfe Gewürze
  • Südfrüchte, Kiwis, Bananen, Orangen,
  • Schweinefleisch

Bevorzugen:

  • regelmässiges warmes Essen
  • Backofen und Schmoren
  • Trockenfrüchte
  • Wachtelfleisch
  • Rind / Kalb, Meeresfrüchte, Fisch, Poulet,
  • Rüebli, Kartoffeln, Süsskartoffeln, Lauchfamilie, Fenchel, Kürbis, Linsen, Bohnen, Weiss- und Rotkohl, Rosenkohl, Broccoli, etc. alles aber gekocht
  • Natur-Reis (Vollreis - runder und gelblicher im Aussehen aber kein Vollkornreis!), Grünkern, Hafer, Eier, Gerste, Knäckebrot, Ziegen und Schafskäse (jedoch in geringen Mengen)
  • frischer Ingwer, Koriander, Basilikum, Loorbeer, Rosmarin, Thymian, Kreuzkümmel, Petersilie, Dill, Schnittlauch,
  • Knäckebrot, altes trockenes Brot, Toast
  • Getränke: Thymian, Rosmarin, Orangenschale, Kümmel, Schafgarbe, Pfefferminze, Früchtetee, Hibiskus, Sternanis, Fenchel,

Im Folgenden finden Sie einige (viele) Tipps und Tricks, wie Sie eine gesunde Ernährung sowie einen gesunden Darm entwickeln können:

  • Zu regelmässigen Zeiten essen
    Drei Mahlzeiten in regelmässigen Abständen wirken unterstützend auf die Gesundheit. Die letzte Nahrungsaufnahme sollte nicht später als 18.00 Uhr stattfinden.
  • Das Essen geniessen
    Auf Geschmack, Frische und Qualität achten und das Essen geniessen. “Freude am Tisch“.
  • Entspannt und ruhig essen
    Die Mahlzeiten ruhig und entspannt einnehmen. Erst nach genügend Pause von mentaler oder körperlicher Arbeit essen. Eine ruhige Atmosphäre beim Essen einhalten. Geistige oder körperliche Arbeit während dem Essen meiden, d.h., aufregende Gespräche, Geschäft, Schule, Familienkrach, Fernsehen, usw. “ausschalten“. Eine Pause für die Mahlzeit oder die Mahlzeit als Pause.
  • Langsam essen, gründlich kauen und gut einspeicheln
    Die Verdauung beginnt im Mund. “Der Magen hat keine Zähne“. Nach 20 Min. kommt normalerweise das Sättigungsgefühl. D. h. je langsamer man isst, desto weniger nimmt man zu sich.
  • Es gilt allgemein die Regel: Von einem Viertel dessen, was Sie verzehren, leben sie, von den restlichen drei Vierteln leben die Aerzte!
  • Leicht essen
    Nicht zu viel auf einmal essen. Aufhören, bevor man satt ist. Das Überessen meiden. “Lieber weniger als zu viel!“
  • Eine Vielfalt von Nahrung essen
    Die Nahrung variieren. Nicht immer das gleiche essen. Jeden Geschmack geniessen. Genügend nahrstoffreiche Nahrung zu sich nehmen. “Etwas Neues probieren“!
  • Kalte Nahrung beschränken
    Das Essen sollte leicht verdaulich und so oft wie möglich warm sein. Rohkost und kalte Nahrung sind schwer verdaulich. “Lieber warm als kalt“!
  • Fettige und schwere Nahrung sowie Süssigkeiten einschränken
  • Genug trinken
    V. a. Wasser zwischen den Mahlzeiten einnehmen. Nicht zu viel zu den Mahlzeiten trinken.
  • Nach den Jahreszeiten essen
    Erwärmende Nahrung im Winter, Abkühlende im Sommer zu sich nehmen.
  • Sich nach dem Essen erholen
    Geistige und schwer körperliche Arbeit gerade nach dem Essen meiden.
  • Nach Konstitution und Gesundheitszustand essen
    Bei Müdigkeit oder Erschöpfung nur leicht essen, bei Infekten oder Fieber kein Fleisch essen, etc.
  • Zwischenmahlzeiten meiden
  • Essen Sie Lebens-Mittel
    Sprich Frischprodukte! Jährlich stehen mehr als 17’000 Produkte neu auf den Supermarktregalen. Allerdings verdienen es die meisten davon nicht, Lebensmittel genannt zu werden. Dies sind hochgradig verarbeitete, von Lebensmittelwissenschaftlern entwickelte Mixturen, deren Zutaten hauptsächlich Mais- und Soja-Derivate sind. Gehen Sie der Nahrungsmittelindustrie aus dem Weg und wählen Sie echte Lebens-Mittel aus!
  • Meiden Sie Nahrungsprodukte, die kein normaler Mensch im Kühlschrank hat.
    Warum sollten Sie Produkte kaufen, die z.B. Ethoxylierte Diglyceride, Zellulose, Xanthan, Ammoniumsulfat enthalten, wenn Sie selbst mit solchen Substanzen nicht kochen würden?
  • Meiden Sie Nahrungsmittel, bei denen irgendeine Form von Zucker oder Süssstoff als eine der drei wichtigsten Zutaten genann wird.
    Zucker: Gerstenmalz, Rübenzucker, Reissirup, Zuckerrohrsaft, Süssungsmittel auf Maisbasis, Dextrin, Dextrose, Oligofructose, Fruchtsaftkonentrat, Glucose, Maltitsirup, Rohrzucker, Invertzucker, Polydextrose, Vollrohrzucker, Aspartam, Acesulfam K, Sucralose, ...
  • Meiden Sie Nahrungsprodukte mit Zutaten, die ein Drittklässler nicht aussprechen kann.
  • Meiden Sie Nahrungsprodukte, die behaupten, gesund zu sein und/oder für die im Fernseher geworben wird
  • Meiden Sie Nahrungsprodukte, die sich als “light“, “fettarm“ oder “fettfrei“ ankündigen.
    Je weniger fett ein Produkt hat, je mehr Zucker und Salz wird dem beigesetzt, um den Geschmacksverlust auszugleichen.
  • Essen Sie nur Lebensmittel, die verderben können.
    Je stärker ein Lebensmittel bearbeitet ist, desto länger ist es haltbar und desto weniger Nährstoffe enthält es im Allgemeinen. Echte Lebens-Mittel sind lebendig- und sollten deshalb irgendwann verderben.
  • Essen Sie Lebensmittel, die von Menschen zubereitet wurden.
    Firmen oder Fabriken staffieren ihre Produkte gewöhnlich mit zu viel Salz, Fett und Zucker aus, und ausserdem mit Konservierungsstoffen, Farbstoffen und ähnliches.
  • Essen Sie vorwiegend Pflanzen
    Die enthalten viele Antioxidantien, Ballaststoffe, Omega-3-Fettsäuren, etc. Zahlreiche Studien belegen, dass eine Ernährung mit viel Obst und Gemüse das Risiko veringert, an egal welcher Zivilisationskrankheit zu sterben…
  • Behandeln Sie Fleisch als geschmacksbereichernde Zutat oder als ein Lebensmittel für besondere Gelegenheiten.
  • Ein chinesisches Sprichwort: Es ist besser, etwas zu essen, das auf einem Bein steht (Pilze, Pflanzen), als etwas zu essen, das auf zwei Beinen steht (Geflügel) und das wiederum ist besser, als etwas zu essen, was auf vier Beinen steht (Kühe, Schweine, etc.)
    Leider vergisst der Chinese hier den sehr gesunden und völlig fusslosen Fisch.
  • Essen Sie bunt
    Das Auge isst mit und bei vielen Gemüsen zeigen die Farben an, welche verschiedenen antioxidativen Pflanzenhilfsstoffe sie enthalten - Anthocyane, Polyphenole, Flavonoide, Carotinoide.
  • Trinken Sie das Wasser, in dem Gemüse gekocht wurde
    Denn es ist reich an Vitaminen. Heben Sie es für die Suppe oder geben Sie es an Saucen.
  • Essen Sie nur Tiere, die selbst gut gegessen haben.
    Die von solchen Tieren stammenden Lebensmittel enthalten wesentlich mehr gesündere Fette und deutlich mehr Vitamine und Antioxidantien
  • Essen Sie möglichst Bio
    (Achtung Bio - Limonade ist immer noch Limonade und enthält jede Menge Kalorien ohne Nährwert.)
  • Essen Sie möglichst vieles, was wild wächst und lebt
    Felder und Wälder sind voll von Pflanzen, die einen höheren Gehalt an verschiedenen sekundären Pflanzenstoffen haben als ihre domestizierten “Cousinen“. Warum? Weil diese Pflanzen sich ohne unsere Hilfe selbst gegen verschiedene Schädlinge und Krankheiten verteidigen müssen. Unnötig speziell darauf hinzuweisen, dass ebendiese Pflanzen die Fähigkeit besitzen, unser Immunsystem umso mehr zu stärken. Ebenso Wildfleisch, da die meisten wild lebende Tiere eine abwechslungsreiche Pflanzenkost fressen (und kein Getreide).
  • Essen Sie auch Lebensmittel, die von Bakterien oder Pilzen vorverdaut wurden
    z.B. Sauerkraut, Sojasosse, Chinakohl. Es sind gute Quellen für Vitamin B12 und sie enthalten ausserdem Probiotika - dem Körper zuträgliche Bakterien, die die Funktion des Verdauungs- und des Immunsystems verbessern.
  • Trinken Sie Wasser
    Kalorien, die Sie sich in flüssiger Form einverleiben, machen generell dicker, weil sie uns kein Sättigungsgefühl vermitteln. Deshalb sind Sie immer besser beraten, wenn Sie das ganze Stück Obst essen, als nur seinen Saft zu trinken. Denken Sie daran: sowas wie gesunde Limonade gibt es nicht.
  • Essen Sie kein Müsli, das die Farbe der Milch verändert
    Solche Frühstücksflocken sind hochgradig verarbeitet und vollgestopft mit raffinierten Kohlenhydraten (=Zucker) und chemischen Zutaten.
  • “Je weisser das Brot, desto schneller bist du tot“
    Für den Körper besteht zwischen Weissmehl (Brot, Pasta, Pizza) und Zucker kein grosser Unterschied. Die chemische Reaktion im Körper bleibt gleich. Es ist kaum mehr als ein Schuss Glucose (=Zucker). Kurzzeitige hohe Glucosespitzen fördern Entzündungen und wirken sich verheerend auf unseren Insulinstoffwechsel aus.
  • Essen Sie so viel Junkfood oder Torten und Eiscreme, wie Sie wollen - solange Sie es selbst zubereiten.
    Die Lebensmittelhersteller haben diese ehedem teuren und schwer herzustellenden Leckereien so billig und leicht erhältlich gemacht, dass wir sie jeden Tag konsumieren können. Geniessen Sie diese Leckereien so oft, wie Sie auch bereit sind, sie selbst zuzubereiten. Wahrscheinlich wird das dann nicht jeden Tag der Fall sein.
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